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Langerfeld hat ein Stadtteilzentrum

Pressemeldung VIER ZWO ZWO

Was war das für eine großartige Einweihung für ein großartiges Stadtteilzentrum! Am Mittwoch, 27. März 2019, wurde die alte Turnhalle der Gesamtschule Langerfeld nach zweijähriger Umbauphase offiziell als  „Forum Langerfeld“ eröffnet. Außerdem hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) dort neue Räume erhalten. Mitorganisiert vom VierZwoZwo Quartierbüro feierten Nachbar- und Schülerschaft, Mitarbeitende der Schule und des SkF sowie Prominente gemeinsam. Sogar die NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach war zu Besuch.Sie fände es besonders spannend, wenn alte Gebäude einen neuen Nutzen erhielten, erklärte die Ministerin den rund 500 Gästen, die zur Einweihung auf die Hilgershöhe gekommen waren. Die finanzielle Förderung, die das Land NRW, der Bund und die Europäische Union auch für dieses Projekt nach Wuppertal überwiesen habe, sei Beleg für das Vertrauen in die Menschen vor Ort. Denn hier wisse man am besten, was die Nachbarschaft brauche.
Oberbürgermeister Andreas Mucke bestätigte in seiner Ansprache, wie richtig und wichtig der große Versammlungsort sei: „Das neue Stadtteilzentrum ist eine große Bereicherung und Aufwertung für die Stadtteile Langerfeld, Oberbarmen und Wichlinghausen und wird in dieser Funktion bereits sehr gut angenommen. Das ist der beste Beweis dafür, dass die Fördergelder sehr gut angelegt wurden.“ Die Kosten für den Umbau liegen bei 5,5 Millionen Euro. Rund 80 Prozent davon werden durch Mittel der Förderprogramme „Soziale Stadt“ und Europäischer Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt, die restlichen Kosten werden zu drei Vierteln vom GMW und ein Viertel durch Mittel der Bildungspauschale finanziert. 
Der neuen Kursraum des SkF
Obwohl es erst jetzt offiziell eröffnet wurde, stehen die Räumlichkeiten im „Forum“ bereits seit Mitte Februar der Öffentlichkeit zur Verfügung. Dort treffen sich viele Menschen aus dem Quartier, unter anderem, um an Kursen, Projekten oder Beratungsangeboten des SkF teilzunehmen. Ein Schwerpunkt dabei ist die Arbeit mit den Eltern der Kinder, die auf die Gesamtschule gehen und die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für den Stadtteil. 
Das neue Stadtteilzentrum
Lob von allen Seiten gab es bei der Einweihungsfeier für das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW): Innerhalb von zwei Jahren Bauzeit realisierte das GMW den Umbau der ehemaligen Turnhalle und der ehemaligen Bunkeranlage. Entstanden sind Räumlichkeiten für die Gemeinwesenarbeit im Quartier und einer Versammlungsstätte für bis zu 500 Personen. Noch ist nicht alles fertig, aber voraussichtlich im Mai soll auch der Außenbereich gestaltet sein.
Veranstaltungen, Versammlungen, Feste, Märkte im Saal und im Außenforum sollen zukünftig das Leben in den Quartieren bereichern. Der Oberbürgermeister fasst das so zusammen: „Das Zentrum stiftet Nachbarschaft und Zusammenhalt. Es setzt der Einsamkeit in einer zunehmend anonymisierten Stadtgesellschaft etwas entgegen. Einsamkeit ist eines der größten Probleme unserer Zeit von der nicht nur Menschen mit kleinem Geldbeutel betroffen sind. Besonders ist auch, dass sich die Schule zum Stadtteil öffnet und Akteure vor Ort vernetzt. Ein tolles Beispiel für eine vernetzte Bildungs- und Lernlandschaft in Wuppertal, die unabhängig vom Alter ist.“
Möglich wurde das Stadtteilzentrum mit SkF-Räumen, nachdem 2014 die langersehnte Dreifach-Sporthalle an der Hilgershöhe fertiggestellt worden war. Fast 30 Jahre hätte man darauf gewartet, hörte man einige Langerfelder bei der Veranstaltung sagen. Als die große Halle dann endlich fertig war, wurde die Turnhalle an der Heinrich-Böll-Straße nicht mehr benötigt. Die Gesamtschule Langerfeld, die schon in den zurückliegenden Jahren viele Projekte im Quartier und mit Menschen im Quartier umgesetzt hat, der SkF, der schon lange mit der Gesamtschule Langerfeld zusammenarbeitet, die Stadt und das GMW entwickelten schon 2012 die ersten Konzepte und Planungen.  Mit der Förderzusage durch das Land (Soziale Stadt) und den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte das Projekt dann an den Start gehen. 
Die SkF-Büros sind freundlich eingerichtet.
Der intensiven Planungsphase folgte der bauliche Startschuss im Februar/März 2017 mit den ersten Abbrucharbeiten im Außenbereich und dann folgend an der alten, 1968 errichteten, Waschbeton-Fassade. Eine große bauliche Herausforderung war der Abriss der Bunkeranlage im vorderen Bereich der ehemaligen Turnhalle hin zur Heinrich-Böll-Straße. Die meterdicken Betonmauern und –decken wurden herausgesägt, teilweise unter Einsatz von Abbruch-Robotern, der Boden um einen Meter angehoben, so dass hier ein großzügiger barrierefreier Eingang zum Stadtteilzentrum und auf 160 Quadratmetern sehr ansprechende Gruppen- und Büroräume für die Gemeinwesenarbeit des SkF entstehen konnten.
Highlight ist der etwa 600 Quadratmeter große Veranstaltungssaal für maximal 500 Personen, ausgestattet mit modernster Ton- und Lichttechnik, einer großen Bühne, Parkettboden, einer großen Glasfront zum Außenbereich, einer gut bestückten Catering-Küche und weiteren Nebenräumen. Die neue Lüftungstechnik für die Versammlungsstätte konnte in einem kleinen Innenhof und die sonstige Technik auf dem Dach untergebracht werden. So kommt die gelungene Architektur ungestört zur Geltung.  Die neue Fassade, die Fenster und die leuchtend grüne außenliegende Verschattungsanlage, die automatisch der Sonneneinstrahlung folgt,  sind wahre Hingucker.
Auch der Außenbereich wurde komplett umgestaltet. Für den Zugang zum Stadtteilzentrum wurde der Bereich vor der Schule für die Treppenanlage und den barrierefreien Weg ausgehoben. Und hinter dem Veranstaltungssaal entsteht eine neue attraktive Fläche für das Quartier und für die Schule mit einer kleinen Außenbühne und  großen geschwungenen Sitzstufen, die voraussichtlich mit den Pflanzarbeiten im Mai fertiggestellt sein wird.