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Stadtteilzentrum auf der Hilgershöhe

Text von Ehrenamtlicher Herr Conrads

Lohn vieler Bemühungen: Stadtteilzentrum auf der Hilgershöhe
(kgc). Durch einen glücklichen Umstand ist Langerfeld in den Genuss eines modernen, technisch hervorragend ausgestatteten Stadtteilzentrums gekommen, zu dem es anlässlich der Einweihung am 27. März 2019 hieß: „Ein großartiger Tag für Langerfeld!“ Gewinner sind vor allem die Menschen auf Klingholzberg und Hilgershöhe, Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Langerfeld und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) mit seiner herausragenden Sozial- und Vernetzungsarbeit.
Die erste Idee wurde im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt Oberbarmen-Wichlinghausen geboren, als auf der Hilgershöhe, auf der Fläche der heutigen „Pflanzbar“, noch ein leerer Supermarkt stand, der gemietet und für Stadtteilarbeit hergerichtet werden sollte. Dafür wurde das Programmgebiet etwas nach Osten verschoben. Als später die Sanierung der heute 31jährigen  Gesamtschule anstand, wurde geklotzt und nicht mehr gekleckert. Aus der Turnhalle, die nach Jahrzehnten Wartezeit durch eine Sporthalle ersetzt wurde, wurde nun das neue Stadtteilzentrum, dem Insider den Namen „Forum Langerfeld“ gegeben haben.
Die Baukosten liegen bei 5,5 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Im Blick auf die im Mai anstehende Europawahl bestätigte Oberbürgermeister Andreas Mucke, dass in Brüssel durchaus sinnvolle Arbeit geleistet werde und viele positive Entwicklungen ohne Gelder aus Brüssel, Berlin und Düsseldorf, mit Wuppertaler Eigenanteilen, nicht möglich wären. Mucke: „Die EU ist für alle Bürger ein Gewinn und kein Zuschussgeschäft!“
Der 600 Quadratmeter große Veranstaltungssaal ist technisch, auch mit Bühne und Beleuchtungsmöglichkeiten, so perfekt ausgestattet, dass alle Vereine und Organisationen in Langerfeld und Oberbarmen eingeladen sind, ihn zu bespielen. Die beiden Boulderwände sind offensichtlich von der Turnhalle übrig geblieben.
Freundliche, lichtdurchflutete Räume stehen dem SkF für Sprachkurse, Nachhilfe, Projekte, Lotsenarbeit und Verwaltung zur Verfügung. Sabine Münch, Leiterin der Gemeinwesenarbeit, ist mit ihrem Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern von der Heinrich-Böll-Straße 258 zur Hausnummer 240 umgezogen.
Freudig hat Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, das Stadtteilzentrum seiner neuen Bestimmung übergeben. Ihr Ministerium hat großen Anteil an der Finanzierung dieses Großprojektes. „Hier wurde der Mut zur Zukunft belohnt, weil sich Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eingebracht und langen Atem gezeigt haben,“ so die Ministerin, die gleichzeitig das nimmermüde Engagement der Lokalpolitiker lobte. Insbesondere Margret Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins Langerfeld, und Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever sind treibende Kräfte für ein lebenswertes und liebenswertes Langerfeld, das 1922 unfreiwillig nach Barmen eingemeindet und 1929 Teil der Stadt Wuppertal wurde. Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn erinnerte an die Entwicklung „auf dem Berg“, als der Klingholzberg und die Hilgershöhe soziale Brennpunkte waren. Heute zumindest teilweise bevorzugte Wohngegend mit einer gut funktionierenden, ehrgeizigen, erfolgreichen Gesamtschule und dem SkF als Vernetzer (Arbeitskreis Klingholzberg-Hilgershöhe). Schulleiter Claus Baermann lobte ausdrücklich alle mit wirkenden Fachleute, vom Architekten über das Gebäudemanagement GMW bis zu den Bauleuten, die immer wohlwollend zur Stelle waren, wenn wieder eine Idee diskutiert wurde.
Engagement für und mit den Menschen
Als Vorstandsvorsitzende des SkF Bergisch Land grüßte Marie-Luise Peterwerth die Einweihungsgäste: „Seit 1993 - also seit über 25 Jahren - ist die Gemeinwesenarbeit wesentlicher Bestandteil der sozialen Arbeit hier im Quartier. Zunächst angesiedelt beim SkF Barmen und nach der Fusion mit dem SkF Elberfeld beim SkF Wuppertal und nun beim SkF Bergisch Land.
Zuerst arbeiteten unsere Mitarbeiterinnen in einem Büro in der Obdachlosensiedlung Hilgershöhe, dann fanden sie eine neue Bleibe im ehemaligen evangelischen Gemeindehaus in der Heinrich-Böll-Straße 258 und jetzt konnten sie in die Räume der Gesamtschule Langerfeld umziehen, mit der es nun auch schon seit längerer Zeit ein gutes Miteinander im Rahmen des Arbeitskreis Klingholzberg-Hilgershöhe gibt. Bei einer Besichtigung im vergangenen Jahr konnte ich mir schon ein Stück weit vorstellen, wie schön und einladend die Räume werden würden, in denen unsere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und unsere vielen Ehrenamtlichen in Zukunft im wahrsten Sinne neuen Raum und Möglichkeiten für ihre Arbeit haben werden.
Für eine Arbeit – und das ist der Grundgedanke von Gemeinwesenarbeit – die immer nah am Menschen stattfindet; wo Mitarbeiterinnen durch Kontakte und Gespräche erfahren, was im Quartier aktuell notwendig ist, die Ideen hören, aufnehmen und zusammen mit den Menschen im Quartier entwickeln und umsetzen.
Gemeinwesenarbeit ist auch Netzwerkarbeit. Hier ist es wichtig, mit den Kooperationspartnern geeignete Angebote und Aktivitäten für und mit den Menschen im Quartier auf den Weg zu bringen. Und wo könnte das besser gelingen, als in einem Stadtteilzentrum, in dem sich Gemeinwesenarbeit mit der Arbeit einer Innovativen Schule verbindet.
Von unserer derzeitigen Arbeit erzählt unsere Homepage. Diese ganze Arbeit, all die Projekte, z.B. die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die Deutschkurse für Frauen und unsere Beratung  wären ohne die vielen Ehrenamtlichen nicht möglich. Etwa 50 Frauen und Männern engagieren sich für unsere Gemeinwesenarbeit und damit für die Menschen hier im Quartier. Es ist uns ein besonderes Anliegen, unseren Ehrenamtlichen Raum zu geben, sich und ihre Kompetenzen einzubringen.
Aber diese Ehrenamtlichen brauchen eine professionelle und anerkennende Unterstützung durch unsere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und da möchte ich Sabine Münch mit ihrem Team nennen, die diese einfühlsame Aufgabe mit hohem Engagement und großer Leidenschaft ausfüllen.
Das wir als SkF mit unserem Fachbereich Gemeinwesenarbeit diese wichtige Quartiersarbeit in einer Schule leisten, wurde vor einigen Jahren mit Jutta Schultes, Koordinatorin der Sozialen Stadt und unserer Mitarbeiterin Andrea Siebott angestoßen und ich möchte Ihnen, liebe Frau Knabenschuh als Nachfolgerin von Frau Schultes ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und SkF danken.
Die Stärke der Gemeinwesenarbeit im Allgemeinen und hier beim SkF Bergisch Land: Menschen aktivieren und unterstützen! Dafür stehen unsere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Katja Dally, Dorothee van den Borre, Jeanette Remberg-Trump und Sabine Münch.